Die Europameisterschaften 2026 im Eiskunstlaufen gehören zu den wichtigsten Wettbewerben der Wintersportsaison. Die Veranstaltung bringt erfahrene Sportler sowie neue Talente zusammen, die ihre Programme unter anspruchsvollen Bedingungen präsentieren. Für viele Sportler dient das Turnier als richtungsweisender Gradmesser im Verlauf des Jahres.

Gleichzeitig prägt die EM den Internationalen Event Kalender, weil sie kurz vor wichtigen globalen Wettkämpfen wie Olympische Winterspiele 2026 stattfindet. Die Ergebnisse zeigen häufig, wie stabil die einzelnen Nationen aufgestellt sind und welche sportlichen Entwicklungen sich in den kommenden Monaten abzeichnen.
Wo und wann ist die EM 2026
Die Europameisterschaften 2026 werden in Sheffield, Großbritannien, ausgetragen. Der Wettbewerb findet vom 13. bis 18. Januar 2026 statt. Austragungsstätte ist die Utilita Arena Sheffield.
Ergebnisse der Europameisterschaften 2026
Die Ergebnisse der Europameisterschaften 2026 werden nach jedem Wettkampfabschnitt aktualisiert und zentral bereitgestellt. Interessierte können dort die vollständigen Wertungen der technischen Elemente, Komponentenpunkte und finalen Platzierungen aller Disziplinen einsehen.
Tag 1 – Die ersten Entscheidungen
Bei den ersten Entscheidungen stand am 14. Januar 2026 das Kurzprogramm im Paarlaufen auf dem Programm. Nach dieser Runde führen Anastasiia Metelkina und Luka Berulava aus Georgien mit 75,96 Punkten vor den Titelverteidigern Minerva Fabienne Hase und Nikita Volodin aus Deutschland, die 74,81 Punkte erzielten. Auf dem dritten Platz lagen Maria Pavlova und Alexei Sviatchenko aus Ungarn mit 73,32 Punkten. Metelkina/Berulava zeigten ein fehlerfreies Kurzprogramm mit technischen Elementen wie dreifachen Salchows und einem Wurf-Flip, während Hase/Volodin kleine Fehler bei Sprüngen hatten. Diese Ergebnisse geben die Zwischenstände vor den Kürentscheidungen der Paare wieder.
Damen Kurzprogramm
Beim Kurzprogramm der Damen bei den ISU Europameisterschaften 2026 in Sheffield setzte sich Niina Petrokina aus Estland klar an die Spitze mit 70,61 Punkten, gefolgt von Nina Pinzarrone aus Belgien mit 64,97 Punkten und Anna Pezzetta aus Italien mit 64,85 Punkten. Auf den Plätzen vier und fünf landeten Lara Naki Gutmann (Italien) und Loena Hendrickx (Belgien). Weitere Athletinnen wie Kimmy Repond (Schweiz) und Ekaterina Kurakova (Polen) zeigten ebenfalls starke Leistungen, wobei die Rangliste insgesamt ein enges Feld widerspiegelt. Diese Reihenfolge gibt die Ausgangslage für die Kür am kommenden Wettkampftag vor.
Eistanzen – Nachnominierung
Aufgrund der krankheitsbedingten Absage von Jennifer Janse van Rensburg und Benjamin Steffan kommt es zu einer Nachnominierung im deutschen Eistanz. Charise Matthaei und Max Liebers übernehmen den Startplatz und vertreten Deutschland bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften 2026 in Sheffield.
Tag 2
Am Tag 2 der Eiskunstlauf-Europameisterschaften dominierte zunächst das Kurzprogramm der Herren. Nika Egadze aus Georgien führte die Wertung nach seinem technisch starken Auftritt mit 91,28 Punkten an. Dahinter platzierten sich die estnischen Brüder Aleksandr und Mihhail Selevko knapp vor weiteren Verfolgern; auch Italiener wie Matteo Rizzo und Daniel Grassl qualifizierten sich für das Kür-Finale am kommenden Tag. Genrikh Gartung hat sich bei seinem EM-Debüt in Sheffield mit Platz 24 und 64,45 Punkten gerade so für das Kür-Finale der besten 24 Herren qualifiziert und sich damit nach einer nervenaufreibenden Leistung ins Finale „gerettet“
Paarlauf – die Entscheidung
Im anschließenden Wettbewerb des Paarlaufs wurde es für die deutschen Favoriten Minerva Hase und Nikita Volodin emotional: Nach eine wunderschön Choreografierte Kür mit Sturz- und kleinen Problemen standen sie am Ende auf dem zweiten Rang und konnten den Titel nicht verteidigen, sicherten aber Silber hinter dem georgischen Spitzenpaar Metelkina/Berulava. Das ungarische Duo Maria Pavlova/Alexei Sviatchenko belegte Bronze, während das zweite deutsche Paar Annika Hocke/Robert Kunkel den vierten Platz erreichte. Diese Entscheidungen gelten als letzte wichtige Station vor den Olympischen Winterspielen in Mailand-Cortina 2026, die in rund einem Monat stattfinden.
Tag 3 der Entscheidungen
Am dritten Wettkampftag fiel die Entscheidung im Damen-Einzel. Gold gewann Niina Petrokina aus Estland mit 216,14 Punkten. Silber ging an Loena Hendrickx aus Belgien mit 191,26 Punkten, die sich in der Kür deutlich nach vorn arbeitete. Lara Naki Gutmann aus Italien sicherte sich mit 186,87 Punkten die Bronzemedaille. Besonders auffällig war der klare Vorsprung der Siegerin, die bereits nach dem Kurzprogramm geführt hatte und ihre Leistung in der Kür stabil bestätigte.
Im Eistanz stand am selben Tag der Rhythm Dance auf dem Programm. Laurence Fournier Beaudry und Guillaume Cizeron aus Frankreich setzten sich mit 86,93 Punkten an die Spitze. Auf Platz zwei folgten Lilah Fear und Lewis Gibson aus Großbritannien mit 85,47 Punkten. Rang drei belegten Charlene Guignard und Marco Fabbri aus Italien mit 84,48 Punkten. Die deutschen Eistänzer Charise Matthaei und Max Liebers qualifizierten sich für den Free Dance und lagen nach dem Rhythm Dance auf Platzt 17.
Tag 4 der Entscheidungen
Am vierten Wettkampftag wurde der Europameistertitel im Herren-Einzel vergeben. Nika Egadze aus Georgien gewann Gold mit 273,00 Punkten. Silber sicherte sich Matteo Rizzo aus Italien mit 256,37 Punkten. Georgii Reshtenko aus Tschechien holte mit 238,27 Punkten die Bronzemedaille. Die Entscheidung fiel vor allem in der Kür, in der Egadze seine technische Überlegenheit mit mehreren sauberen Vierfachsprüngen ausspielte.
Im Eistanz folgte anschließend die Gesamtentscheidung nach dem Free Dance. Fournier Beaudry und Cizeron bestätigten ihre Führung und gewannen mit 222,43 Punkten den Europameistertitel. Fear und Gibson aus Großbritannien belegten mit 209,51 Punkten Rang zwei. Guignard und Fabbri aus Italien sicherten sich mit 210,34 Punkten Platz drei. Matthaei und Liebers beendeten den Wettbewerb außerhalb der Top Ten, auf Platz 17, sammelten jedoch wichtige internationale Erfahrung in einem sehr dicht besetzten Feld.
Zeitplan
| Datum | Zeit | Programmpunkt |
|---|---|---|
| Mittwoch, 14. Januar 2026 | 13:00 – 16:00 | Paarlauf Kurzprogramm |
| Mittwoch, 14. Januar 2026 | 16:15 – 16:45 | Eröffnungszeremonie |
| Mittwoch, 14. Januar 2026 | 17:00 – 22:00 | Damen Kurzprogramm |
| Donnerstag, 15. Januar 2026 | 13:00 – 18:00 | Herren Kurzprogramm |
| Donnerstag, 15. Januar 2026 | 19:00 – 22:00 | Paarlauf Kür & Siegerehrung |
| Freitag, 16. Januar 2026 | 12:00 – 17:00 | Eistanz Rhythm Dance |
| Freitag, 16. Januar 2026 | 18:00 – 22:00 | Damen Kür & Siegerehrung |
| Samstag, 17. Januar 2026 | 13:00 – 17:00 | Herren Kür & Siegerehrung |
| Samstag, 17. Januar 2026 | 18:30 – 22:00 | Eistanz Free Dance & Siegerehrung |
| Sonntag, 18. Januar 2026 | 15:00 – 17:00 | Gala der Champions |
Tickets
Die Tickets für die Europameisterschaften 2026 in Sheffield sind ab jetzt im Verkauf. Besucher können zwischen mehreren Kategorien wählen, die sich nach Sitzplatzbereich und Wettkampftag unterscheiden. Einzeltages-Tickets starten bei rund 50 Euro, während Plätze in Premium- oder Eisnähe ab etwa 75 bis 100 Euro verfügbar sind. Für die Abschlussgala sind Karten bereits ab ungefähr 15 Euro erhältlich. Trainingssessions können separat gebucht werden und liegen preislich deutlich darunter. Auch Gruppen erhalten ermäßigte Konditionen, insbesondere an Wochentagen.
Athletinnen und Athleten im Fokus
Das Feld für die Europameisterschaften 2026 zeigt eine Mischung aus etablierten Spitzenläufern und Athleten, die ihre erste volle Seniorsaison bestreiten. In den Einzelkategorien rücken Läufer in den Mittelpunkt, die in den vergangenen Monaten stabile technische Leistungen abrufen konnten und im Grand-Prix-Programm überzeugten. Besonders gespannt darf man darauf sein, wie die neue Kürmusik die Programme der Favoriten prägen und deren Ausdrucksstärke unterstreichen wird.
Paarlaufen
Im Paarlauf stechen Minerva Fabienne Hase & Nikita Volodin (Deutschland) als amtierende Europameister und Grand‑Prix‑Final‑Sieger klar als Topfavoriten heraus, da sie bei der EM 2025 in Tallinn die Konkurrenz anführten und mit über 200 Punkten eine der besten europäischen Paarleistungen der letzten Jahre zeigten. Ihre Hauptgegner sind Sara Conti/Niccolò Macii (Italien) und Anastasia Metelkina/Luka Berulava (Georgien), die bei der EM 2025 Silber und Bronze holten und technisch auf einem sehr ähnlichen Niveau agieren.
Eistanzen
Im Eistanz gehen in Sheffield vor allem Lilah Fear/Lewis Gibson (Großbritannien) als große Favoriten ins Rennen, da sie auf EM‑Ebene zu den bestbewerteten europäischen Eistanzpaar zählen und zuletzt bei großen Meisterschaften regelmäßig Podestplätze erreichten. Stärkste Konkurrenz bieten Paare aus Italien, Finnland, Spanien und Litauen, die bei der EM 2025 geschlossen in den Top‑10 lagen, während das derzeit führende deutsche Tanzpaar Jennifer Janse van Rensburg & Benjamin Steffan realistische Chancen auf einen Platz im Bereich Top 10–15 hat.

Männer
Für die Herren gelten vor allem die Medaillengewinner der EM 2025 – Lukas Britschgi (Schweiz), Nikolaj Memola (Italien) und Adam Siao Him Fa (Frankreich) – als aktuelle Topfavoriten für Sheffield, da sie zuletzt die höchsten europäische Meisterschafts‑Scores erzielten und auch im ISU‑Ranking zu den bestplatzierten Europäern gehören. Dahinter lauern Nika Egadze (Georgien) und Matteo Rizzo (Italien) als stärkste Konkurrenz, während Nikita Starostin als derzeit wichtigste deutsche Hoffnung realistisch um einen Platz im erweiterten Finale kämpfen kann.
Damen
Im Damenfeld sind nach der EM 2025 insbesondere Niina Petrõkina (Estland), Anastasiia Gubanova (Georgien) und Nina Pinzarrone (Belgien) die klaren Favoritinnen, weil sie sowohl bei den Europameisterschaften als auch in den ISU‑Bestenlisten die höchsten europäischen Resultate vorweisen. Ihre engste Konkurrenz kommt von weiteren Top‑10‑Läuferinnen aus Italien, der Schweiz und Finnland, während die deutsche Nummer eins vorrangig auf einen stabilen Finalplatz im Mittelfeld der kontinentalen Spitze zielen kann.
Austragungsort und Infos zur Stadt
Drei sehr empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten, um die Pausen zwischen den Wettkämpfen in Sheffield zu nutzen, sind der Sheffield Botanical Gardens mit seinen historischen Gewächshäusern und ruhigen Wegen, ideal für einen entspannten Spaziergang im Grünen nahe der Innenstadt, das moderne Kunst- und Stadtmuseum Millennium Gallery mit wechselnden Ausstellungen zu Design, Metallkunst und der Ruskin-Sammlung, sowie das zentrale Glasgewächshaus Winter Garden, in dem man zwischen Palmen und exotischen Pflanzen direkt neben den Shops und Cafés der City entspannen kann.
Zum Essen und Ausgehen bieten sich in der Innenstadt besonders der stylische Foodcourt Cambridge Street Collective mit vielen Streetfood-Ständen und lebendiger Atmosphäre, der ebenfalls zentral gelegene Foodcourt Sheffield Plate in Orchard Square mit einer Mischung aus Bars, Cocktails und internationalen Küchen sowie der moderne Markt The Moor Market Sheffield an, wo du tagsüber lokale Produkte, Snacks und kleine Imbisse findest und das Viertel drumherum abends weitere Pubs und Bars bietet.